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Was erlebt man als Pfleger tagtäglich in einem Altenpflegeheim? Seit 19 Monaten ist Robert Adler als Betreuer in einem Seniorenzentrum angestellt und erlebt dort sehr unterhaltsame und lustige, aber auch sehr berührende Momente. Ob philosophisch, soziologisch oder psychologisch betrachtet – die Erfahrungen, die er in seiner Arbeit macht, sind auf vielen Ebenen spannend, lehrreich und interessant. Adler hat die besten Geschichten und Anekdoten für dieses Buch aufgezeichnet. Mit gemeinsamen Gesprächen, Spielen, Aktivitäten und Spaziergängen versucht Robert jeden Tag, die Seniorinnen und Senioren zu beschäftigen und aufzumuntern. Dabei erlebt er auch viel Skurriles und bekommt so manches erzählt, das er für dieses Buch zusammengetragen und festgehalten hat. Trotz der ständigen Konfrontation mit Themen, mit denen wir uns alle früher oder später auseinandersetzen müssen – Älterwerden, Altersdepression, Vergänglichkeit, Schmerz, Leiden, Krankheit, Tod, Abschied, Trauerverarbeitung etc. –, gibt es immer wieder sehr komische Erlebnisse, die jeden Arbeitsalltag zum neuen Highlight machen. Schwarzhumorige Konversationen, Stofftiere, die für lebendig gehalten werden, eine ehemalige Ballerina, die täglich im Bademantel durch die Gänge tanzt, eine Bewohnerin, die sich für eine Gräfin hält … Die alten Menschen gewähren dem jungen Pfleger Einlass in ihre Welt. Es sind faszinierende, wahre Lebensgeschichten, die jeden Tag erzählt werden und beweisen, dass das Leben bizarrere Geschichten schreibt als jede Art von Fiktion.
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"Bluttat in Ottakring – war es Raubmord?" Da es im Mietshaus keinen Gärtner gibt, kann es nur die serbische Putzfrau gewesen sein. Monatelang wird ermittelt, die Polizei macht viele Fehler. Eine pralle Milieustudie Wiens mit viel Herz, Humor und Dialekt ... und Vorurteilen wie im echten Leben! El Awadallas Krimi kommt gleich zur Sache. In einem Wiener Mietshaus wird eine alte Frau ermordet aufgefunden. Ihr neugieriger Nachbar, Herr Gruber, hat an seiner Haustür überall Spiegel angebracht, sodass er die Geschehnisse im Haus immer minutiös mitverfolgen kann. Schnell glaubt er Bescheid zu wissen: Es war sicher die serbische Putzfrau! Die Polizei nimmt die Spur ernst, sogleich werden Dragica und einige weitere Verdächtige in Augenschein genommen; es wohnen aber so viele zwielichtige Figuren im Haus – auch Künstlerinnen! –, dass sich die Ermittlungen aufgrund vieler Vorurteile immer wieder im Kreise drehen. Gut, dass Nachbarschaft und einige Bekannte von Dragica der Polizei auf die Finger schauen, sonst sitzt am Ende noch die Falsche ein. El Awadallas Debütkrimi erzählt schnörkellos und dicht vom tiefen Wien. Brillant die deftig-authentischen Gespräche der ermittelnden Polizisten; die Mundartexpertin trifft hier in die Seele des grantigen Wiens.
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W koszyku
Dies ist die Geschichte der Halben Welt, die Utopie wurde Wirklichkeit. Die Grenzen sind gezogen, das Territorium geräumt, Menschen dürfen nur noch in ihrer Hälfte der Erde leben, die andere Hälfte wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Ein packender Roman über Moral und Wissenschaft, der die Geschichte der Gegenwart fortspinnt und die Zukunft in einer geteilten Welt entwirft. Das Zeitalter der Einsamkeit ist angebrochen, nachdem der Mensch sich über alles Leben gestellt hat. Die Hälfte der Erde wurde infolge der globalen Krisen zum Schutzgebiet erklärt. Als Sachbearbeiter in der Behörde zur Verwaltung der Halben Welt sieht Lilian es als seine Aufgabe, zukünftigen Generationen begreiflich zu machen, warum die Hälfte der Erde der Natur überlassen werden musste; er beginnt diese Geschichte aufzuschreiben. Zur Illustration seines Berichts will er die Arbeit zweier Wissenschaftler im globalen Wiederbewaldungsprogramm schildern. Die beiden sind bei einem Forschungsaufenthalt in der Halben Welt mutmaßlich verunglückt. Mit Fortdauer seiner Recherchen mehren sich allerdings Lilians Zweifel an der Ursache für ihr Verschwinden. Bröderbauers dritter Roman verwebt Fakten und Fiktion. Wer darf bestimmen, wie das Zusammenleben auf Erden aussehen soll? Liegt die Zukunft darin, dass Menschen zugunsten der Natur in ihrem Lebensraum und ihren Aktivitäten beschnitten werden sollen? Wie es beispielsweise das "Half-Earth-Projekt" des weltberühmten Biologen Edward O. Wilson plant? Ein absolut aktueller und zu Diskussionen anregender Roman.
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Ein Leben zwischen Moorteich und Universitätsstadt. Zwischen der Leidenschaft zum Tauchen und der Liebe zu Walen. Eine Geschichte über die Erziehung zum Mann und das zähe und anstrengende Verweigern von Stereotypen. Ein selten schöner, ein ungewöhnlicher Roman! Ein Mann sitzt in der Arztpraxis des Urologen, das Ziel der Untersuchung ist zu wissen, ob sein Wunsch nach einem Kind verwirklicht werden kann. Diese Szene bildet den Rahmen für David Bröderbauers klugen Roman, der gekonnt zwischen Kindheitserinnerungen und Gegenwart wechselt. Es geht um das Erwachsenwerden, um eine von Walfantasien verträumte Kindheit und das Aufwachsen neben einem Schweigevater, um die Beziehung zu Vera und die Unfähigkeit, dem Wunsch nach Vaterschaft Ausdruck zu verleihen. Aus dem kindlichen, der Strenge der Erwachsenen geschuldeten Luft-Anhalten wird Tauchen, und das Tauchen wird zur lebenslangen Leidenschaft. Und es gelingt, es kommt schlussendlich zur Begegnung mit dem Wal. So hat noch kein Mann geschrieben. Margit Schreiner "Ich muss Vera aus meinem Kopf bekommen. Ich stelle mir vor, ich sitze im Bauch eines Wals und tauche ab in die Tiefe, das Licht der Lavalampe ist der Schein des Meeres, der durch die Walhaut dringt, ich atme den Geruch des Desinfektionsmittels ein als wäre es der Meeratem des Wals, ich höre kein Telefonläuten mehr, keine Schritte, nur das schwache Rauschen der Lüftung, das das Geräusch von Walblut ist, wenn es durch die armdicken Adern strömt."
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Als der Truppenübungsplatz in Wolfssteig aufgelassen wird, werden die vielfältigen Hoffnungen der Bewohner zum Leben erweckt. Die Verhandlungen und Streitereien beginnen – wird das Land privatisiert, kommt ein Asylheim oder wird aus dem riesigen Grundstück ein Nationalpark? In diesem tragikomischen Provinzdrama treffen moderne Themen des dörflichen Lebens auf wunderbar intensive und fachkundige Naturschilderungen. Ein Biologe, Ulrich, streift durch das Gelände und zählt die seltenen Birkhühner, er trägt den Plan für einen wunderbaren Nationalpark im Kopf. Ein ehemaliger Wehrdiener, Christian, versucht den Neustart als Hausmeister in der Kaserne, die bald Flüchtlinge beherbergt. Und die Nachfahren der Enteigneten fordern ihre alte Heimat zurück, die 1939 zum Sperrgebiet wurde, als viele Dörfer geräumt und Menschen vertrieben wurden, um Hitlers Truppenübungsplatz Platz zu machen. Blind verfolgen die Widersacher ihre Ziele, und rasch geraten die Fronten durcheinander. Zuletzt fliegen auf dem Truppenübungsplatz Wolfssteig die Funken. David Bröderbauer erzählt davon, wie auf der Suche nach einem festen Bezugspunkt die Orientierung verloren geht. Dieser Gegenwartsroman überzeugt durch seine intelligente Handlung und die wunderbaren Naturschilderungen in der Tradition von Henry David Thoreau.
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Wir schreiben das Wien der Achtzigerjahre. Das Unglaubliche nimmt Gestalt an: Heimito von Doderer wird wiedergeboren. Damit nicht genug, stößt auch bald Adolf Loos dazu, ebenfalls wiedergeboren. Nicht unwesentlich dabei: Beide dürfen nun erleben, was es heißt, ein Mädchen zu sein! Heimito von Doderer wird zehn Jahre nach seinem Tod im Körper eines Mädchens namens Marie am Wiener Stadtrand wiedergeboren. Die zeitgenössische Architektur, die Gefangenschaft in einem weiblichen Körper, alles erregt Doderers Widerwillen. Doch er sieht in seiner Widergeburt auch die Chance, endlich sein Opus Magnum, den Roman No. 7/III zu beenden. Zuvor gilt es aber, Marie den Windeln zu entwöhnen, ihr Schreiben beizubringen und ihr seinen Roman zu suggerieren. Leider hapert es irgendwie mit seiner Einflussnahme auf das Kind, Marie ist renitent. Im Kindergarten schließt Marie Freundschaft mit Isa und Doderer entdeckt Adolf Loos, der in Isa wiedergeboren wurde. Während die Mädchen gemeinsam ihr Leben in der Großfeldsiedlung zu meistern suchen, klären die beiden intellektuellen Vertreter einer überlebten Welt den Sinn ihrer Existenzen. Die 80er-Jahre in Stahlbetonbauten. Marie und Isa singen zwischen Waldsterben, Hungersnöten in Afrika und Tschernobyl von "Ein bisschen Frieden" und "We are the World". Nadja Bucher schreibt im originalen Stile Doderers eine unfassbar originelle Geschichte. "Aus meinem Leben als Romancier wusste ich über langwierige Vorarbeiten Bescheid, jahrzehntelange Annäherungen am Weg zum großen Werk, welches sich aus vielen Teilabschnitten zusammensetzte. Meine Arbeit mit Marie erinnerte mich daran, wie zahlreich und winzig jene Schritte waren. Dies war ein regelrechtes Lehrstück in Geduld, denn während ich schon bereit für die Verschriftlichung meines Konzepts des Romans No. 7/III war, musste sie sich noch das Alphabet aneignen. Man kann eben keine Fenster in ein Haus ohne Fundament setzen."
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Als ihre ehemalige Schulfreundin Kat verschwindet, wittert die Journalistin Martina Hölderlein die Chance auf Bestsellerromanstoff. Sie beginnt eine akribische Recherche, die sie unter anderem zu einer Öko-Sekte führt, wo sie lernt mit Bäumen zu reden. Zuletzt landet sie in Polen, denn angeblich lebt Kat jetzt allein im Wald. Die junge Journalistin Martina Hölderlein sucht ihre ehemalige Schulfreundin Kat. Diese fehlte beim Klassentreffen. Unterschiedlichste Gerüchte kursieren, was aus Kat geworden ist. Sitzt sie in einer psychiatrischen Anstalt fest? Hat sie ihren Mann und die Kinder sitzen lassen, um auf Kreta als Hundesitterin zu arbeiten? Als ihre Mutter felsenfest behauptet, ihre Tochter sei an einer Überdosis Marihuana verstorben, wittert die ehrgeizige Journalistin eine Story. Das ist der Stoff, aus dem Bestseller bestehen! Die Geschichte soll als Vorlage für Martinas Roman dienen, der sie aus dem langweiligen Redaktionstrott in den Olymp des Literaturbetriebs katapultiert. Hölderlein taucht in Kats Leben ein, spricht mit den wichtigsten Menschen und einem Teddybären. Jeder zeichnet sein ganz persönliches Bild der jungen Frau. Martina erfährt von zerbrochenen Freundschaften, zweifelhaften Arbeitsbedingungen, gesundheitlichen Problemen und der Sehnsucht nach Stille. Für ihre Recherche schleust sie sich in eine bizarre Öko-Glaubensgemeinschaft ein, versucht Kontakt zu Bäumen herzustellen, riskiert Beziehungsprobleme und reist in einen der letzten Urwälder Europas. Kat und damit des Rätsels Lösung erscheint ihr ständig zum Greifen nahe. Edie Calies neuer Roman handelt davon, den eigenen Lebensweg zu finden. Feministische Grundsätze treffen auf geteilte Geistesstörungen, brennende Heiligtümer auf sinnsuchende Manager und mütterliche Fehlannahmen auf einen harmlosen Goth. Vielleicht ist es am Ende doch das Beste, alles den Bäumen zu erzählen. "Ich sage ihr, dass du hier warst." – "Telefoniert ihr oft?" – "Wie denn? Im Wald hat sie kein Handy." – "Wieso Wald?" – "Da gibt's keine Steckdose zum Aufladen!" – "In ihrer Wohnung gibt's keinen Strom?" – "Im Wald! Sie lebt im Wald! Sie richtete sich ein Camp ein. Mit Verpflegung." – "Sie lebt im Wald?" – "Hab ich doch gesagt!"
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Herr Schnickelfritz ist Kammerjäger, er hat diesen verantwortungsvollen Beruf von seinem Vater übernommen und befreit die Haushalte von Ungeziefer. Jeden Abend geht er ins Café Bussi, denn die Kellnerin dort hat es ihm emotional angetan. Doch Schnickelfritzens Selbstbewusstsein ist nicht groß, ein befreundeter TV-Moderator muss ihn dazu überreden, einen ersten Schritt in Richtung Liebe zu wagen. Dann aber überschlagen sich die Ereignisse: Der berühmte Riesenaffe King Kong wird im Wiener Augarten gesichtet und muss schnellstmöglich vertrieben werden. Beruflich wie privat steht Schnickelfritz vor der Erledigung sehr wichtiger Aufgaben! „King Kong in Wien" ist eine pointiert erzählte Groteske um einen sympathischen Antihelden, der unbedarft durch eine herrlich dämliche Geschichte stolpert. Ein Marionettentheater in Romanform, ein Lehrstück in Sachen Flow und nebenbei ein elegantes und Zeigefinger-freies Zerrbild über den Umgang mit dem Fremden.
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Papa Peinlich / Peter Draxl. - [miejsce nieznane] : Milena Verlag : Legimi, 2018.
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Als nicht ganz alltäglicher Vater erlebt man mit seiner allerliebsten Tochter viele peinliche, lustige und schräge Momente. Hier eine Sammlung aus Kurzgeschichten, die das Leben schreibt. Mit viel Witz, Charme und Selbstironie. Peter Draxl hat eine 15-jährige Tochter, die Eltern leben getrennt. Der "alte Sack", der viel zu schnelle Musik hört, ein viel zu lautes Motorrad fährt und sich oft gar nicht wie ein erwachsener Mensch benimmt, erlebt so allerlei mit seinem wohlerzogenen Kinde. Egal ob bei Ausflügen, gemeinsamen Unternehmungen, im Urlaub, im Freibad, bei festlichen Anlässen, Konzert- oder Kinobesuchen, oder einfach nur im alltäglichen Haushaltswahnsinn – irgendetwas geht immer schief. Oft nur kleine, wunderbare Hoppalas, die jeder aus seinem eigenen Leben kennt, manchmal aber auch ziemlich gewaltige Pannen. Denn wir wissen: Die Pubertät setzt dann ein, wenn die Eltern schwierig werden. "Kindergeburtstag. Mein Kind schiebt einen Stuhl in die Mitte des Raums. Scheinbar hat sie etwas zu sagen. Es wird stiller. All eyes on her. Sie klettert auf den Stuhl, mit einem Zettel in der Hand, dem Selbstbewusstsein von Dwight D. Eisenhower und beginnt mit einem 'Bitte alle mal herhören.' Alle Selbstmord oder Fluchtgedanken weichen brennender Neugier. Was bitte hat dieser Stoppel jetzt vor? 'Also, ich hab hier eine Liste vorbereitet und erzähle euch jetzt, wen ich mag, wen ich nicht mag, und wen ich ganz besonders mag.'" (Aus: Peter Draxl, Kindergeburtstag Desert Storm)
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1947 erschien das Romandebüt "Die Sackgasse" der damals 24-jährigen Vera Ferra, die kurze Zeit später als Vera Ferra-Mikura als Kinder- und Jugendbuchautorin berühmt werden sollte. Die wichtigsten Literaturvermittler der Nachkriegsjahre, etwa Hans Weigel, Rudolf Felmayr oder Otto Basil, hielten sie für eine der originellsten Schriftstellerinnen ihrer Generation. Ohne die Stadt und die Zeit, in der der Roman spielt, explizit zu nennen, erzählt Vera Ferra die Geschichte der Familie Kleist, die unter ärmlichen Bedingungen in einem Zinshaus am Ende einer Sackgasse lebt. Auf engstem Raum wohnt die Witwe Kleist mit dem Sohn Rupert und den Töchtern Luise und Fanny. Während die Kinder Wege aus der Armut suchen, verzweifelt die Mutter zunehmend an der Unüberwindlichkeit des sozialen Milieus und der geringen Aussicht auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. Unausgesprochen wird klar, dass der Roman im Wien der unmittelbaren Nachkriegszeit spielt und das Haus in der Sackgasse eine Metapher für die Situation Österreichs nach 1945 ist. Die Hausgemeinschaft funktioniert noch immer wie ein Spitzelstaat, in dem willkürliche Anschuldigungen katastrophale Folgen für einzelne Bewohner haben können. Normabweichungen wie etwa ein Schwangerschaftsabbruch werden gesellschaftlich gnadenlos sanktioniert. Neue alte Heilsversprecher versuchen die Jugend wieder zu locken, um sie einer Ideologie zu unterwerfen.
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Der ehemalige Zivildiener Ivan stirbt bei einem Unfall während eines Wiederaufbauprojekts in Rumänien. Sein Kumpel Pich will herausfinden, wie Ivan in den letzten Jahren gelebt hat. Als Ivans Schwester Ivanka auch nach Rumänien kommt, beginnen die beiden eine gemeinsame Reise durch das Land. Der starke neue Roman von Paul Ferstl, einem der größten österreichischen Erzähltalente. Zivildiener in Rumänien und in der Ukraine, in der ausländischen Provinz abgestellte junge Männer, die fern von daheim für wenig Geld schwer arbeiten. Einer davon ist der 19-jährige Zivildiener Pich. Er baut Hütten im Überschwemmungsgebiet, muss mitanpacken, wo er vor Ort gebraucht wird. Zu essen gibt es Eintopf mit viel Zwiebeln, zu trinken gibt es Bier und viel Schnaps, die Not der Bevölkerung bedingt auch die Lebensumstände der Zivildiener. Dann passiert ein Unfall und Pichs Kollege Ivan, der schon länger in Rumänien weilt, weil er nach dem Zivildienst einfach dortgeblieben ist, kommt dabei zu Tode. Ivans Schwester Ivanka kommt zu dem Begräbnis. Sie will herausfinden, wie der Unfall passiert ist, auch, wie und wo ihr Bruder dort lebte und begibt sich auf die Suche. Begleitet wird sie von Pich. In Rückblenden wird Pichs Beziehung zu Ivan während des gemeinsamen Jahres erzählt. Als im rumänischen Norden ein Zivildienstkollege Selbstmord begeht, steigt der Verdacht auf, dass Ivans Tod kein Unfall gewesen sein könnte. Paul Ferstls Roman über junge Menschen in einem fremden Land, die sich plötzlich einer Verantwortung stellen müssen, der sie kaum gewachsen sind, über sexuelle Gewalt unter Männern in prekären Lebensumständen, und über die Macht und Ohnmacht des Schweigens.
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Fischsitter / Paul Ferstl. - [miejsce nieznane] : Milena Verlag : Legimi, 2019.
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Alexander Keller ist Fischkenner und betreut Aquarien. Seine neue Freundin Mary nimmt ihn mit zu ihrer Familie – der 90. Geburtstag ihres berühmten Großvaters steht an. Die Feierlichkeiten werden vorbereitet, und Keller befreundet sich mit dem harten, alten Mann. Aber die Katastrophe ist unausweichlich. Ein hochintelligenter, wichtiger Roman über Familie, Kunst und uns. Alexander Keller hat ein Händchen für Fische und setzt dieses äußerst lukrativ um – in Fischzucht, Aquariumsbetreuung und Gastronomie. Keller liebt Fische – lebendig, roh, gebraten. Diese Ambivalenz zwischen Fürsorge und Verschlingen zieht sich durch sein ganzes Leben. Kellers Freundin Mary, Enkelin des berühmten Künstlers und Gartenarchitekten Akira Benshi, stellt Keller kurz vor dem 90. Geburtstag ihres Großvaters ihrer Familie vor. Und es wird familiär kompliziert: Die Eltern definieren sich ausschließlich über Benshis Kunst, Benshi selbst schweigt, seit er seine Familie beim Atombombenabwurf über Nagasaki verloren hat. Doch als er Keller Fisch essen sieht, bricht er sein Schweigen, macht Keller zu seinem Helfershelfer bei der Neugestaltung seines berühmten Gartens – und verursacht lediglich dessen Verwüstung. Mary selbst wird wieder in längst vergangen geglaubte Familienstrukturen hineingezogen – und mittendrin Keller, der als Benshis "neuer bester Freund" weit über den Rand seiner vermeintlichen Toleranz und seines Gleichmuts gebracht wird. Ein Roman mit geschliffenem Stil, klug, fließend – aber dann!
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In ausgewählten Essays, ursprünglich für den Radiosender FM4 entstanden, zelebriert "Das Glühen im Dunkeln" das Kino als grelle Kunstform und Katharsis-Kirche. Weder der strenge Arthouse-Kanon von Godard bis Tarkovsky interessiert den Autor noch etablierte Hollywood-Namen wie Spielberg oder Lucas. Seit dem Jahr 2000 verfasst der Autor Christian Fuchs Filmtexte für den österreichischen Radiosender FM4. Allerdings keine klassischen Kritiken, sondern obsessive Liebeserklärungen an das Kino. Die persönlichsten und leidenschaftlichsten dieser Essays sind nun in einem Buch verpackt, das Spielfilme als grelle Kunstform und Katharsis-Kirche zelebriert. Verbeugungen vor Godzilla und Bruce Lee finden sich ebenso darin wie Auseinandersetzungen mit Arthouse-Werken von Yorgos Lanthimos. David Lynch und Christopher Nolan sind eigene Kapitel gewidmet, "Avatar" und der Terminator treffen auf Sofia Coppola und Ulrich Seidl. Ein Buch für Popkulturfans, Cinephile und Filmfreaks, die nicht in Genregrenzen denken. "Was könnt ich mir heute anschauen?" – Diese zentrale Frage findet in diesem Buch Antworten. Christian Fuchs schwärmt über leidenschaftliche Außenseiterfiguren und wahnwitzige Charaktere, liebt Horror, Science Fiction, wüste Rom-Coms und schönen Schund, aber auch ambitionierte Blockbuster von Nolan, Cameron oder Villeneuve. Verstörende und plakative Positionen des Austro-Kinos finden sich ebenfalls in den sehr persönlichen Texten.
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Christoph Kolumbus – eine der berühmtesten Persönlichkeiten der Weltgeschichte. Ein mutiger, visionärer Seefahrer – sagen die einen. Nein, sagen die anderen. Jeder Tag der legendären ersten Entdeckerfahrt 1492 akribisch festgehalten in dieser Komödie. Auf den Originalfakten des Bordbuchs von Christoph Kolumbus basierend. Achtung: Sehr witzig! Wir schreiben das Jahr 1492. Christoph Kolumbus hat endlich die nötigen Geldmittel und stellt sich eine Mannschaft (auch vier Deutsche und ein bekannter Österreicher sind an Bord) zusammen. Am 3. August sticht er mit seinem Flaggschiff Santa Maria und den beiden Karavellen Niña und Pinta in See. Die Reise gestaltet sich schwieriger als gedacht, ein Bruch des Steuerruders der Pinta und Ausbesserungen des Großsegels der Niña erzwingen einen einmonatigen Aufenthalt auf der Kanareninsel La Gomera. Mehrmals besteht die Gefahr einer Meuterei von Matrosen, aber auch von skeptischen Offi zieren bis hin zum intriganten Kapitän der Pinta. Die Reise ins Ungewisse schürt außerdem große Angst. Wie aus seinem Bordbuch hervorgeht, beschließt Kolumbus bereits ab dem 9. September, seiner Mannschaft immer weniger zurückgelegte Seemeilen zu vermelden, als sie tatsächlich segeln. Er verspricht sich davon eine Stärkung der Moral, falls die Reise zu lange dauern sollte. Die Falschmeldungen behält er bis zur Ankunft in der Neuen Welt am 12. Oktober bei. Ein Schelm, wer an eine der größten Hochstapelei der Geschichte denkt. Auch die größten Helden sind Menschen, die Bedürfnisse haben. Schwächen. Angewohnheiten. Ob die Entdeckungsreise des Kolumbus eine immense historische Tragweite hat oder nicht, das wird später und anderswo entschieden werden. An Bord und in Amerika geht es um anderes: Wie bekämpft man die Langeweile? Wo erledigt man die Notdurft? Wo ist man gelandet? Wo sind jetzt die versprochenen Goldschätze und Reichtümer?
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Klaus sagt: Rockmusik rettete meine Jugend! Ein österreichischer Roman über eine der größten Liebesgeschichten überhaupt: die Liebe des Menschen zur Rockmusik. Leidenschaftlich und reflektiert aus der Provinz heraus erzählt. Klaus verbringt seine Jugend in der Südoststeiermark der 70er Jahre. Er ist ein Außenseiter, der sich von den rechtschaffenen Erwachsenen in seinem Dorf unverstanden fühlt. Als er eines Tages beim Donauland-Versand eine Schallplatte bestellt, tut sich für ihn eine völlig neue Welt auf. Eine Welt der Freiheit und der Rebellion, der Suche und der Verletzlichkeit – und eine Welt der langen Haare. Jetzt ist er angefixt. Sehnsüchtig fiebert er den weiteren neuen Entdeckungen entgegen, die der Soundtrack seiner Jugend werden sollen. Es sind einzelne Songs die ihn dabei begleiten, wenn er endlich den heiß ersehnten ersten Kuss bekommt, an Liebeskummer leidet oder rauschende Feste feiert. Es sind die Songs von Bob Dylan, Jimi Hendrix, Led Zeppelin oder Patti Smith, in denen er sich wiederfindet und sich endlich verstanden fühlt. Wir schreiben die 1970er Jahre. Es gibt nicht viele coole Vorbilder, es gibt nur Schlager- und Volksmusik, wer anderes hören will, muss sich Schallplatten bei Donauland bestellen. Und genau das macht Klaus ab sofort auch. Jede Platte, die ihm empfohlen wird und laut und rockig ist, wird bestellt – und dann kommt das große Warten und die Vorfreude. Jedes Kapitel ist nach einem Lieblingssong benannt. Im Buch wird das dazu auch eine Spotify-Playlist geben. Der Roman für alle, deren Jugend ihre besten Seiten der Rockmusik verdankte.
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Kann man die österreichische Popgeschichte in einhundert Songs nachstellen? Man kann. Hier nun eine radikal subjektive Auswahl aus dem prallen Fundus der österreichischen Populärmusik. Weil es von Ambros bis Zawinul, von Austropop bis Cloud-Rap, von 1950 bis 2025 genug signifikante Beispiele und denkwürdige Fundstücke gibt, die im kollektiven Gedächtnis des Landes für nachhaltigen Lärm sorgten. Viele dieser Songs sind in den Kanon der lokalen Kulturhistorie eingegangen, manche wurden über die Grenzen hinaus bekannt, andere blieben obskur, umstritten, weniger berühmt denn berüchtigt. Aber alle erzählen eine Geschichte, die weit über den Songtext hinausgeht. Vom "G'schupften Ferdl" von Gerhard Bronner & Helmut Qualtinger bis zum Songcontest-Siegeslied "Wasted Love" von JJ war es ein langer Weg, ein zähes Ringen um eine eigene Sprache im globalen Kraftfeld der Popkultur. Viele Wegmarken blieben – mehr oder minder geschickte – Nachstellungen internationaler Vorlagen, aber es gab auch äußerst originelle und originäre Ton- und Text-Schöpfungen, die mittels Dialekt, dem Aufgreifen von Mitteln der Volksmusik, der Ironie und Parodie oder tollkühner Adaption eigene Positionen entwickelten. Das unterscheidet "Die guten Kräfte" (nach einem Song der legendären Wiener Punk/Neue Welle-Band Chuzpe) vom Gros des Mainstream-Mittelmaßes, der Hitparaden und Ö3-Heulbojen. Die Autoren Thomas Mießgang und Walter Gröbchen sind seit Jahrzehnten im Musikjournalismus tätig und mischen in ihre präzisen Kurztexte zu jedem einzelnen Song gerne Polemik, Pointen und eine Prise Pop.
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Technik – von Low- bis High Tech, vom Schreibtisch-Gadget bis zum Kernfusionsreaktor – durchdringt unser Dasein. Unsere Welt ist, ob wir das wollen oder nicht, zum "Maschinenraum" geworden. Ihn zu betrachten, zu beschreiben, zu vermessen und letztlich zu begreifen, ist ein Gebot der Stunde. Hier kommt die Gebrauchsanleitung. Seit über zehn Jahren schreibt der Wiener Musikverleger und Publizist Walter Gröbchen eine wöchentliche Kolumne, zunächst für "Die Presse", aktuell für die "Wiener Zeitung". Sein "Maschinenraum" widmet sich dem weiten Feld der Technik, scheut aber auch nicht gelegentliche Ausflüge in die Weiten des Alls, der Zukunftsspekulation und Science-Fiction-Literatur. Wesentlich ist, dass die Beobachtungen und Anmerkungen aus der Sicht eines kritischen Konsumenten, nicht eines Experten erfolgen. Die Bandbreite der Texte ist beachtlich. Sie reicht von launigen, meist mit leiser Ironie, gelegentlichem Enthusiasmus oder kritischer Distanz unterfütterten Produkt-Tests über die Hinterfragung von Trends, Phänomenen und Novitäten bis zur dringlichen Erörterung von Topics, die gemeinhin Ressorts wie Politik, Medien, Kultur und Wirtschaft zufallen. Maschinenraum ist der Versuch einer lustvollen, nicht mit Fachsprache, Hard Facts und technischen Details überfrachteten Expedition in den Alltag eines Durchschnitts-Users, ein Wechselspiel zwischen Information, Unterhaltung, Kontroverse und Polemik.
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Wien / Ludwig Hirschfeld. - [miejsce nieznane] : Milena Verlag : Legimi, 2021.
Ludwig Hirschfelds charmanter feuilletonistischer Reiseführer entführt uns in das Wien der späten 1920er Jahre. Als im Sacher noch keine alleinsitzenden Frauen bedient wurden. Als es kaum Bierlokale in der Stadt gab. Als man sich noch Eintänzer beim Kellner bestellen konnte, wenn der Gatte keine Lust hatte. Im Jahr 1927 erschien in der Buchreihe Was nicht im Baedeker steht ein köstlicher Wien-Reiseführer. Autor Ludwig Hirschfeld, der bereits in Karl Kraus' "Die letzten Tage der Menschheit" Erwähnung findet, beschreibt in sehr launigem, charmantem Stil seine Stadt. In 19 Kapiteln wird uns das alte Wien nähergebracht: Essen und Trinken, die angesagtesten Lokale, Kunst & Kultur, die Parks, das Burgtheater, die Nacktrevuen – alles, was der Tourist und Einheimische wissen muss. Aber Hirschfeld hat auch damals Veränderungen zu beklagen: Die Bankenhäuser verdrängen die Kaffeehäuser. Die Wiener trinken fast kein Bier mehr! Es gibt viel zu schmunzeln für den heutigen Leser. Apropos, wussten Sie: … dass Frauen ohne männliche Begleitung aus Schicklichkeitsgründen im Sacher nicht bedient wurden? … was ein Schnitzel mit Charlestongarnierung ist? … der Ober im Kaffeehaus "Zahlmarkör" genannt wurde? … dass in den meisten großen Lokalen Salonkapellen oder Jazzbands spielten? Erinnern Sie sich noch an das Café Lurion in der Siebensterngasse? An das Café Arlon in der Rothgasse? An das Krystallcafé auf dem Aspernplatz? Der beliebteste Reiseführer der 1920er Jahre. Als das Grauen noch in der Zukunft lag. "Über Wien kann man nur unpathetisch schreiben, mit einem lächelnden und einem nörgelnden Auge. Auch auf diese Weise kann man von einer Stadt begeistert und in die verliebt sein. Und vielleicht ist es nicht einmal die schlechteste Art. Wer wirklich liebt, singt keine Liebeslieder."
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Sansibar / Karin Ivancsics. - [miejsce nieznane] : Milena Verlag : Legimi, 2025.
Sansibar boomt als Urlaubsdestination, seit die Insel 2020 für coronafrei erklärt wurde und damit Tausende TouristInnen anlockte, die Infrastruktur und Leben der Einheimischen auf den Kopf stellten. Karin Ivancsics hat ein Buch über dieses "Paradies" im Indischen Ozean geschrieben, das sie vor einigen Jahren für sich entdeckte. Sansibar – welch klangvoller Name! 2017 entdeckte Karin Ivancsics die kleine ostafrikanische Insel mit ihrem türkisblauen Meer und den endlos weißen Sandstränden für sich als idealen Rückzugsort. Die vielgereiste Autorin schreibt über Ebbe & Flut, Flora & Fauna, das Kommen & Gehen historischer Persönlichkeiten wie Prinzessin Salme, Tochter des damaligen Sultans, die 1866 einen deutschen Kaufmann heiratete und mit ihm nach Hamburg fl oh, oder den österreichischen Afrikaforscher und Konsul Oskar Baumann, der sich zur selben Epoche in der Hauptstadt Stone Town aufhielt. Sie berichtet über die Auswirkungen der Kolonialgeschichte, Revolution, Religion, Kultur und aktuelle (gesellschafts-)politische Verhältnisse – und stellt, wie Salme im 19. Jahrhundert, Vergleiche mit Europa an. Auf sehr persönliche Art erzählt Ivancsics vom Alltag der Einheimischen in den Dörfern; sie lässt die Nachbarn in vielen Gesprächen ihre eigenen Geschichten erzählen und Hotelbesitzer, Expats, Touristen, NGOs, Massai und andere Gastarbeiter vom Festland Tansania zu Wort kommen, verbindet deren Ansichten mit eigenen Überlegungen und Erlebnissen und zeichnet so ein vielfältiges und facettenreiches Bild der Insel, ein Kaleidoskop funkelnder Eindrücke. Karibu, willkommen! Sansibar ist kein belehrender Reiseführer, sondern eine Erkundung, die die unterschiedlichsten Facetten von Sansibar aufblitzen lässt. Diese Schlaglichter leuchten auf uns zurück und bieten vielfach Anlass, unsere Einstellungen in diesem Licht zu betrachten und zu hinterfragen. Wer sich nach der Lektüre noch immer nicht nach dem Rauschen der Wellen und dem vielstimmigen Singsang der sansibarischen Tierwelt sehnt, der sehnt sich zumindest danach, wieder einmal offen auf das "Andere" zuzugehen – und sei es die Nachbarin oder der Nachbar. Hakuna matata.
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Augustin Jonny Sandemann ist ein Privatermittler in Wien. Nach einem verstörenden Traum erwacht er schweißgebadet in seinem Büro. Das Telefon läutet. Es ist Lieutenant Tenant-Tanner, Chef des VNAPD (Vienna Police Department), der ihn um Unterstützung in einem Mordfall in der Subkulturszene bittet. Der Ermordete ist ein Mod. Alle Hinweise deuten darauf hin, dass nur ein Ted der Mörder sein kann. Zwei Tage später wird bei einem Anschlag mit einer unbekannten Superwaffe beinahe die gesamte Immobilienszene der Stadt ausgerottet. Spätestens jetzt ist dem Moddetektiv klar, dass er einer weitaus größeren Sache auf der Spur ist — kein kleiner Bandenkrieg, sondern eine Bedrohung für die ganze Welt. Und Emerald Westminster III, ein exzentrischer, superreicher Immobilientycoon, steckt in der ganzen Sache ganz weit drin. Christopher Justs Roman ist eines der seltenen Exemplare, die man, ist man am Ende angelangt, sofort wieder von vorne beginnen möchte. Sein Ins-Absurde-Führen von Genres und Klischees sucht seinesgleichen. Und sprachlich wird hier nicht gekleckert, sondern geklotzt. Ein Riesenlesevergnügen, man kann es nicht oft genug betonen.
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